Von der klassischen Vorrichtung zur flexiblen Bauteilaufnahme

Wie sich Vorrichtungskonzepte für die automatisierte 3D-Messtechnik weiterentwickeln.

Neue Anforderungen an Vorrichtungen in der automatisierten 3D-Messtechnik

Automatisierte Messprozesse stellen hohe Anforderungen an die Bauteilaufnahme. Sie muss Bauteile sicher positionieren, reproduzierbare Messbedingungen schaffen und gleichzeitig einen möglichst guten Zugang für die optische Erfassung ermöglichen. Klassische, bauteilspezifische Vorrichtungen erfüllen diese Aufgabe seit vielen Jahren zuverlässig. Mit steigender Variantenvielfalt, kürzeren Produktzyklen und häufigeren Änderungen wachsen jedoch auch die Anforderungen an Flexibilität und Anpassbarkeit.

Modulare und digital planbare Aufnahmekonzepte eröffnen hier neue Möglichkeiten – bis hin zu Systemen wie PRAFS, bei denen die Bauteilaufnahme bereits bei der Planung des Messprozesses berücksichtigt werden kann.

Ihre Vorteile bei PROTOS-3D

Vorrichtungskonzepte sicher planen – mit Erfahrung aus Messtechnik, Bemusterung und Automatisierung

Wir verbinden praktische Erfahrung mit klassischen Messvorrichtungen, eigene automatisierte Messanlagen und die Entwicklung von PRAFS zu einem durchgängigen Blick auf den gesamten Messprozess.

Erfahrung mit klassischen Vorrichtungen und Bemusterung

Praxiserfahrung von der bauteilspezifischen Aufnahme bis zur Erstbemusterung und automatisierten Bauteilprüfung.

PRAFS aus eigener Entwicklung

Wir entwickeln PRAFS selbst und kennen die Anforderungen an flexible, wiederverwendbare Aufnahmekonzepte aus der Praxis.

Eigene Messanlagen für Entwicklung und Erprobung

Konzepte lassen sich unter realen Bedingungen in unseren automatisierten Messumgebungen planen, testen und weiterentwickeln.

Messtechnisches Know-how für den Gesamtprozess

Bauteillage, Zugänglichkeit, Roboterbewegung, Messstrategie und Auswertung werden aufeinander abgestimmt.

Warum sich die Anforderungen verändern

In modernen Qualitätsprozessen treffen heute mehrere Entwicklungen aufeinander: mehr Varianten, kürzere Produktzyklen, automatisierte Messzellen und der Anspruch, vorhandene Anlagen möglichst effizient zu nutzen. Dadurch steigt der Aufwand, wenn für jede neue Anwendung eine vollständig eigene Vorrichtung konstruiert, gefertigt, eingelagert und später wieder bereitgestellt werden muss.

Gefragt sind deshalb Konzepte, die nicht nur mechanisch funktionieren, sondern sich schneller an neue Bauteile und Messaufgaben anpassen lassen.

Klassische Vorrichtungen - bewährt und zuverlässig

Trotz steigender Anforderungen an Flexibilität und Variantenvielfalt haben klassische, bauteilspezifische Messvorrichtungen weiterhin ihre Berechtigung. Sie werden gezielt für ein bestimmtes Bauteil oder eine definierte Bauteilfamilie konstruiert, bieten eine hohe Wiederholgenauigkeit und lassen sich exakt auf Spann- und Auflagepunkte abstimmen. Gerade bei langfristig unveränderten Bauteilen und hohen Wiederholzahlen ist dieses Prinzip weiterhin sinnvoll.

Mit zunehmender Variantenvielfalt entstehen jedoch neue Herausforderungen:

  • Für unterschiedliche Bauteile werden zusätzliche Vorrichtungen benötigt.
  • Konstruktions- und Fertigungszeiten müssen bei Änderungen erneut berücksichtigt werden.
  • Lager- und Bereitstellungsflächen nehmen mit der Anzahl der Vorrichtungen zu.
  • Umbauten und Variantenwechsel verursachen zusätzliche Rüstzeiten.
  • Änderungen am Bauteil können Anpassungen oder eine Neukonstruktion erforderlich machen.

Die Vorrichtung wird damit zunehmend zu einem eigenständigen Bestandteil der Prozessplanung.

Klassische Vorrichtungen

PRAFS - Bauteilaufnahme als Teil der Automatisierung

PRAFS setzt dort an, wo wechselnde Bauteile, automatisierte Messabläufe und eine möglichst flexible Nutzung der Anlage zusammenkommen. Das von PROTOS-3D entwickelte Aufnahmesystem arbeitet mit flexibel positionierbaren Aufnahmeelementen anstelle einer vollständig bauteilspezifischen Vorrichtung.

Die Positionen werden passend zu Bauteil und Messprozess definiert und können reproduzierbar wieder eingerichtet werden. So lässt sich das Aufnahmekonzept für neue Varianten und Projekte erneut nutzen, ohne die Bauteilaufnahme jedes Mal vollständig neu aufzubauen.

Entwicklung im Überblick

01

Klassisch

bauteilspezifisch

02

Modular

wiederverwendbar

03

Flexibel

anpassbar

04

Digital geplant

virtuell berücksichtigt

05

Automatisiert

in den Messprozess integriert

Wiederverwendbar

Ein Aufnahmesystem kann für unterschiedliche Bauteile und Projekte neu konfiguriert werden.

Reproduzierbar

Definierte Positionen der Aufnahmeelemente ermöglichen einen nachvollziehbaren und wiederholbaren Aufbau.

Prozessintegriert

Bauteilaufnahme, Zugänglichkeit und automatisierter Messablauf werden als zusammenhängender Prozess betrachtet.

Der Nutzen entsteht dabei nicht allein durch verstellbare Mechanik. Eine stabile und reproduzierbare Bauteillage bildet die Basis; in der digitalen Planung werden Zugänglichkeit, Sensorpositionen, Roboterbewegungen und mögliche Kollisionsbereiche auf dieses reale Setup abgestimmt. So wird die Bauteilaufnahme zu einem planbaren Bestandteil des automatisierten Messprozesses und Anpassungen an der realen Anlage können reduziert werden.

Welche Lösung passt zu welcher Anwendung?

Es gibt nicht die eine optimale Vorrichtung für jeden Messprozess. Entscheidend sind Bauteilvielfalt, Änderungsfrequenz, Stückzahl, Automatisierungsgrad und die geplante Nutzungsdauer.

Konzept

Charakter

Besonders geeignet für

Zu beachten

Klassisch

Bauteilspezifisch und dauerhaft definiert

Stabile Prozesse, gleichbleibende Bauteile, hohe Wiederholzahlen

Geringe Flexibilität bei Varianten und Änderungen

Modular

Wiederverwendbare Grundelemente und verstellbare Komponenten

Wechselnde Bauteile und Anwendungen mit ähnlichen Anforderungen

Rüst- und Dokumentationsaufwand bleibt relevant

Digital integriert

Flexible Aufnahme wird bereits in der Messplanung berücksichtigt

Hohe Variantenvielfalt, automatisierte Messzellen, häufige Änderungen

Erfordert abgestimmte digitale Planung und Prozess-Know-how

Vorrichtungskonzepte ganzheitlich betrachten

Die passende Bauteilaufnahme hängt nicht allein von ihrer mechanischen Konstruktion ab. Entscheidend ist, wie gut sie zu Variantenvielfalt, Stückzahl, Automatisierungsgrad und dem geplanten Messablauf passt.

Klassische Vorrichtungen bleiben für stabile, wiederkehrende Prozesse eine verlässliche Lösung. Flexible und digital integrierte Konzepte gewinnen dort an Bedeutung, wo Anwendungen häufiger wechseln und vorhandene Messkapazitäten effizient genutzt werden sollen.

PROTOS-3D verbindet dabei Erfahrung aus Bemusterung und klassischer Vorrichtungstechnik mit eigener Anlagenpraxis, messtechnischem Know-how und der Entwicklung von PRAFS.

Bauteilaufnahme neu denken

Sie möchten Ihre automatisierten Messprozesse flexibler gestalten oder prüfen, ob sich ein variables Aufnahmekonzept für Ihre Anwendung eignet? Wir unterstützen Sie bei der Bewertung von Bauteilaufnahme, Messstrategie und digitaler Prozessplanung – von der ersten Idee bis zur Umsetzung in der ScanBox.