PRAFS-Projekte digital vorbereiten

Bauteillage und Roboterbahnen digital planen und prüfen

Ein PRAFS-Projekt entsteht in mehreren digitalen Schritten

Ein PRAFS-Projekt wird bereits vor dem Einsatz an der realen Anlage offline vorbereitet. Dabei greifen die ZEISS Software und EMUSIM ineinander: In ZEISS wird die Bauteillage im virtuellen Messraum festgelegt, in EMUSIM wird die PRAFS-Aufnahme und die zugehörigen Roboterbewegungen geplant. Anschließend wird der vorbereitete Aufbau bei der Messprogrammierung berücksichtigt und an der realen Anlage validiert.

So entsteht eine gemeinsame digitale Grundlage für Bauteilaufnahme, Robotik und Messprozess. Ziel ist nicht, jeden Schritt an der Anlage neu zu erarbeiten, sondern wesentliche Randbedingungen frühzeitig zu prüfen und den späteren Inbetriebnahmeaufwand zu reduzieren.

01

ZEISS VMR

Bauteil positionieren

02

PRAFS Export

Daten übergeben

03

EMUSIM

Roboterbahnen planen

04

ZEISS

Messprogramm vorbereiten

05

PRAFS HMI

Validierung

Ihre Vorteile bei PROTOS-3D

PRAFS-Projekte sicher planen – mit Erfahrung aus Messtechnik und Automatisierung

Als Entwickler von PRAFS verbinden wir Robotik, Bauteilaufnahme und Messtechnik zu einem durchgängigen Gesamtprozess.

Know-how direkt vom PRAFS-Entwickler

Praxiswissen aus Messtechnik, Robotik und Automatisierung.

Der gesamte Messprozess im Blick

Bauteillage, Zugänglichkeit und Roboterpositionierung werden gemeinsam betrachtet.

Weniger Aufwand an der realen Anlage

Viele Fragestellungen lassen sich bereits digital klären.

Persönliche technische Unterstützung

Direkte Betreuung von der Planung bis zur Umsetzung.

Die Bauteillage wird zuerst im virtuellen Messraum festgelegt

Am Anfang steht die passende Bauteillage im virtuellen Messraum. Dabei wird berücksichtigt, welche PRAFS– und ScanBox-Konfiguration zur Verfügung steht und wie das Bauteil grundsätzlich aufgenommen werden soll.

Das CAD-Modell wird im PRAFS-VMR der ZEISS Software positioniert. Entscheidend ist eine Lage, in der eine stabile Aufnahme möglich ist und die für die spätere Messung relevanten Bereiche möglichst gut zugänglich bleiben.

Damit wird bereits in dieser frühen Phase ein wichtiger Teil der Messstrategie festgelegt: Bauteilorientierung, verfügbare Auflagebereiche und Messzugänglichkeit werden gemeinsam betrachtet, bevor die eigentliche Roboterplanung beginnt.

Konfiguration festlegen

PRAFS- und ScanBox-Konfiguration bilden den Rahmen für die weitere Planung.

Auflagebereiche

Die Bauteillage wird so gewählt, dass eine stabile und reproduzierbare Aufnahme möglich ist.

Bauteilorientierung

Die Ausrichtung des Bauteils wird passend zu Geometrie und späterem Messablauf gewählt.

Messzugänglichkeit

Relevante Flächen sollen für Sensor und Messablauf möglichst gut erreichbar bleiben.

Der Übergabepunkt zwischen ZEISS und EMUSIM

Ist die Bauteillage festgelegt, werden die benötigten Informationen aus der ZEISS Umgebung an EMUSIM übergeben. Die dortige Roboterplanung baut damit auf derselben geometrischen Grundlage auf, die zuvor im virtuellen Messraum definiert wurde.

Dieser Datenaustausch verbindet beide Planungsschritte miteinander: Die Bauteilposition muss in EMUSIM nicht erneut aufgebaut werden, sondern kann direkt für die weitere Auslegung der PRAFS-Aufnahme verwendet werden.

Warum dieser Schritt wichtig ist
ZEISS und EMUSIM arbeiten mit derselben definierten Bauteillage. So bleibt die geometrische Grundlage über den gesamten digitalen Projektablauf hinweg erhalten.

In EMUSIM wird die Robotik um das Bauteil herum geplant

In EMUSIM wird die zuvor definierte Bauteillage mit der real vorgesehenen PRAFS– und ScanBox-Konfiguration zusammengeführt. Auf dieser Grundlage werden die Roboterpositionen und Bewegungsabläufe für Aufnahme, Beladen und Messung virtuell geplant.

01

Aufnahme planen

Auflagebereiche und Roboterpositionen werden passend zur Bauteilgeometrie und zur vorgesehenen Aufnahme festgelegt.

02

Beladen & Messen

Die Positionen für Belade- und Messsituation werden so aufeinander abgestimmt, dass ein klarer und reproduzierbarer Ablauf entsteht.

03

Bewegungen prüfen

Roboterbahnen werden virtuell auf Erreichbarkeit, Bewegungsraum und mögliche Kollisionen beurteilt und bei Bedarf optimiert.

Welche Roboter und Positionen benötigt werden, hängt von der jeweiligen PRAFS-Variante und Konfiguration ab. Für den Projektablauf ist vor allem entscheidend, dass Aufnahme, Referenzierung und Messzugänglichkeit als zusammenhängender Prozess betrachtet werden.

Bewegungsabläufe bereits vorab beurteilen

EMUSIM berechnet zu den geplanten Positionen die zugehörigen Roboterbewegungen. Dadurch lassen sich Erreichbarkeit, Bewegungsräume und mögliche Kollisionen bereits in der virtuellen Umgebung beurteilen und bei Bedarf optimieren.

Am Ende steht ein digital vorbereiteter PRAFS-Aufbau, der die wesentlichen Roboterpositionen und Bewegungen für den späteren Einsatz beschreibt. Die detaillierte Feinabstimmung erfolgt anschließend im Zusammenspiel mit Messprogramm und realer Anlage.

PRAFS-Aufbau und Messprogramm werden aufeinander abgestimmt

Nach der Roboterplanung wird der vorbereitete PRAFS-Aufbau wieder mit der ZEISS Umgebung zusammengeführt. Dadurch können die geplanten Roboterpositionen und die verfügbare Messzugänglichkeit bei der Erstellung des Messprogramms berücksichtigt werden.

PRAFS-Projekt

Der geplante Roboterablauf wird für die spätere Verwendung an der PRAFS bereitgestellt.

ZEISS-Messprojekt

Der vorbereitete Aufbau wird bei der Messprogrammierung berücksichtigt, damit Messstrategie und reale Platzsituation zusammenpassen.

Das Messprogramm entsteht damit nicht losgelöst von der Bauteilaufnahme. Sensorpositionen, Messbereiche und die reale Platzsituation werden auf den vorgesehenen PRAFS-Aufbau abgestimmt.

So greifen PRAFS-Programm und ZEISS-Messprogramm digital ineinander, bevor der komplette Ablauf erstmals an der realen Anlage geprüft wird.

Digital geplant - real geprüft

Die Offline-Programmierung schafft eine belastbare Grundlage, ersetzt jedoch nicht die abschließende Prüfung an der realen Anlage. Beim kontrollierten Einfahren werden die geplanten Positionen und Bewegungsabläufe unter realen Bedingungen überprüft und bei Bedarf fein abgestimmt.

Erst nach dieser Validierung wird der PRAFS-Aufbau für den regulären Betrieb freigegeben. So kann ein großer Teil der Planung bereits vorab erfolgen, während die finale Absicherung dort stattfindet, wo der Prozess später tatsächlich läuft.

Weniger Abstimmung an der Anlage. Mehr Planungssicherheit vor der Inbetriebnahme.

Häufige Fragen

Beginnt die PRAFS-Programmierung direkt in EMUSIM?

Nein. Zuerst wird die Bauteillage im passenden PRAFS-VMR der ZEISS Software festgelegt. Diese Lage bildet anschließend die Grundlage für die weitere Roboterplanung in EMUSIM.

In EMUSIM werden die PRAFS-Aufnahme und die erforderlichen Roboterbewegungen für den geplanten Ablauf vorbereitet. Welche Positionen benötigt werden, hängt von der jeweiligen PRAFS- und Anlagenkonfiguration ab.

Damit die Messstrategie auf die tatsächlich geplante Bauteilaufnahme abgestimmt werden kann. So werden Robotik, Messzugänglichkeit und Sensorbewegungen nicht unabhängig voneinander geplant.

Nein. Die virtuelle Planung hilft, problematische Positionen und mögliche Kollisionen frühzeitig zu erkennen. Die abschließende Validierung erfolgt dennoch an der realen PRAFS-Anlage.

Ja. Vorhandene Projekte können an neue Bauteilvarianten oder geänderte Anlagenbedingungen angepasst werden. Die betroffenen Bereiche werden anschließend erneut geprüft und validiert.

Offline-Programmierung verbindet Aufnahme, Robotik und Messprozess

Ein PRAFS-Projekt entsteht aus dem Zusammenspiel von Bauteilpositionierung, Roboterplanung und Messprogrammierung. Werden diese Bereiche bereits digital aufeinander abgestimmt, lässt sich der spätere Ablauf an der Anlage gezielter vorbereiten.

Die Offline-Programmierung schafft damit mehr Planungssicherheit, reduziert Abstimmungsaufwand bei der Inbetriebnahme und bietet eine gute Grundlage für wiederkehrende oder angepasste Messaufgaben.

Sie möchten ein PRAFS-Projekt neu aufsetzen oder einen bestehenden Aufbau anpassen?